Meldungen


SPĂ– Frauen: Mut zur Karriere

Noch nie waren Frauen so gut ausgebildet wie heute. Dennoch stoßen sie bei ihrem beruflichen Aufstieg an eine gläserne Decke. Zum Internationalen Frauen 2010 starten die SPÖ Frauen mit Aktionen in ganz Österreich die Kampagne „Karriere jetzt: Weiter auf der Leiter.“ „Wir wollen Frauen Mut machen, Karrierechancen zu ergreifen und einzufordern. Dafür brauchen sie die entsprechenden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen“, so Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst.

Obwohl Frauen gut ausgebildet sind, schützt sie das nicht vor ungleicher Bezahlung. „Nehmen wir als Beispiel den Bezirk Eisenstadt-Umgebung: Hier verdienen Frauen monatlich 32.701 Euro und Männer 43.714 Euro, das entspricht einem Unterschied von 33,7 Prozent. Dass die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen bei steigender Bildung sogar noch größer wird, können und dürfen wir nicht hinnehmen“, meint daher Bezirksfrauenvorsitzende Gabi Titzer. Während Frauen österreichweit mit Pflichtschulabschluss um 2 Euro weniger in der Stunde verdienen, beträgt die Einkommensschere bei Akademikerinnen schon 6 Euro.

Zentral ist die Forderung der SPÖ Frauen nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit. Deshalb gehören die Fakten zu den Einkommensunterschieden in einem Betrieb auf den Tisch gelegt. Um die Forderung nach der gesetzlichen Verankerung der Einkommenstransparenz im Gleichbehandlungsgesetz zu bekräftigen, haben die SPÖ Frauen auf www.frauen.spoe.at eine UnterstützerInnenplattform eingerichtet.

Eine wichtige Voraussetzung für berufliches Weiterkommen ist ganztägige Kinderbetreuung. Die SPÖ Frauen fordern einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz sowie den Ausbau der Ganztagsschulplätze.

Um den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen, sind verpflichtende Quoten sinnvoll. Derzeit sind in den Top-200 Unternehmen in Österreich nur 9 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder Frauen. „Wir wollen daher verpflichtende Quoten für Führungsetagen nach norwegischem Vorbild“, so Bezirksfrauenvorsitzende Titzer.

Entscheidend für die Einkommenssituation und auch für die Karrierechancen, ist auch die Berufswahl. „Daher ist es wichtig, dass Frauen neue Chancen ergreifen und in untypische Berufsfelder vordringen“ so Landesfrauenvorsitzende LRin Dunst.

« zurück

» Artikel drucken » Artikel versenden » Home